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Liebe Kolleginnen, Kollegen und Freunde
der von Laer Stiftung,

Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Offiziell sind im Jahr 2009 knapp 4200 minderjährige Flüchtlinge ohne Eltern in Deutschland eingereist. Für die Jahre 2010 und 2011 gehen alle Prognosen von einem massiven Anstieg dieser Zahl aus. Der Blick in die Medien macht uns das tagtäglich deutlich – auch wenn jeder von uns aufpassen muss, dass die ständige Medienpräsenz dieser Themen am Ende mehr zum Weg- als zum Hingucken verleitet. 

500 von den über 4000 jugendlichen Flüchtlingen sind 2010, so das dortige Jugendamt, in Dortmund versorgt worden. Allein aus Kapazitätsgründen eine nicht hinzunehmende Menge an jungen Menschen. Richtig war es von daher, dass der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld auf Landesebene bereit war, der Stadt Dortmund zu helfen: zusammen mit fünf Bielefelder Jugendhilfeträgern wurde ein Clearingkonzept entwickelt, das nun umgesetzt wird.

Zwei bis drei Monate bleiben die Jugendlichen in den dezentral organisierten Einrichtungen. Dabei steht die Abklärung des Flüchtlingstatusses des Jugendlichen zunächst im Vordergrund der Arbeit. Altersfeststellung und die medizinische Gesamtsituation müssen beurteilt werden, wobei die Einschätzung der speziellen psychischen Fragen von entscheidener Bedeutung ist. Geflüchtet aus Kriegswirren, von den eigenen Familien entwurzelt und in eine kulturell komplett neue Lebenssituation geworfen, wen würde das als Erwachsener nicht schon überfordern? Was mag da in den einzelnen Jugendlichen vor sich gehen?. 

Wir werden in KAP10 alles tun, um den jungen Menschen ein Deutschland zu zeigen, das solidarisch, humanitär und ernsthaft mit der häufig verzweifelten Situation der unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen umgeht. Helfen Sie uns dabei !
 

   

 

Ihr
Wilfried Lütkemeier,
Vorstand der von Laer Stiftung

 

 

 

 

 




 


 

 


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