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Berichte von Projekten der von Laer Stiftung

Pädagogik muss in Bewegung sein. Alle, die mit Kindern zu tun haben wissen, wie wichtig es ist auf neu entstandene und unerwartete Situationen flexibel reagieren zu können. Das gilt genauso für uns als pädagogische Institution.

Auf dieser Seite können sie die ein oder andere unserer neuen Ideen und Entwicklungen nachlesen.  

2.11.09 - Bundesweite Jugendgruppenleiter-Ausbildung - mit der von Laer Stiftung

Berichte | News >>

Thomas Schneider

Ein Interview mit Thomas Schneider,
Fan-Koordinator der DFL,
Deutsche Fußball Liga GmbH in Frankfurt.
 


Wer ist die Zielgruppe der Ausbildung?

Es geht uns um die Qualität der Betreuung von Anvertrauten, in unserem Fall Kindern. Die Beachtung rechtlicher und pädagogischer Standards ist etwas, was vermittelt werden muss. Schließlich gilt hier nicht „Unwissenheit schützt vor Strafe“.

Daneben geht es uns aber in allererster Linie darum, dass wir die vorhandene enorme Motivation, nämlich mit Kindern in einem spannenden Umfeld eine sehr qualifizierte und aufregende Arbeit zu machen, fördern möchten. Dies ist eine sehr schwierige Arbeit, weil sie keine Individualbetreuung ist, sondern stets auf eine recht große Gruppe ausgerichtet sein muss. Das fordert doch einiges von den Betreuerinnen und Betreuern. Dass sie von ihrer Zielgruppe, den Kindern, zwar unvermittelt eine Rückmeldung in Form von Zuneigung und Begeisterung erhalten, ersetzt natürlich nicht das kollegiale und fachliche Feedback. Sich hier die notwendige Fachlichkeit und die Ressourcen zu organisieren, dazu wollen wir mit dem Lehrgang befähigen.

 

Was möchte man verbessern?

Der Run auf die Kids-Clubs ist ungebrochen und wird uns noch eine ganze Weile sehr erfreuliche Zahlen liefern. Aber das muss unbedingt auch fachlich und -  mit entsprechenden personellen Ressourcen - qualifiziert aufgegriffen werden. Es geht bei dieser Arbeit nicht um Quantität, sondern um Qualität und Vertrauen.
Die Eltern vertrauen uns bzw. den Kids-Clubs ihre Kinder an. Diesen Vertrauensvorschuss müssen wir uns bewahren und deshalb legen wir hier so viel Wert auf eine fundierte Ausbildung der Clubmitarbeiter.
Das Ganze fängt gerade erst richtig an sich zu entwickeln: Inzwischen haben sich die Kids-Clubs bundesweit vernetzt und regionale Arbeitskreise gebildet. Wir haben also einen legitimierten Sprecherrat an unserer Seite, der aus der aktuellen Praxis heraus die erforderlichen Standards identifiziert und mit uns gemeinsam die Qualifizierungsmodelle für die Zukunft entwickeln wird.

 

Was ist das Ziel-Motiv dafür?

Wir sind als Fußballverband mitten drin in einer Art Globalisierung in Richtung Vernetzung. Der Fußball ist längst nicht mehr nur für die Organisation von 90 Minuten Spiel zuständig. Wir und unsere Clubs stehen mitten im Leben und im Gemeinwesen.
Was wir derzeit tun und weshalb wir sehr froh um die guten Beziehungen zur von Laer Stiftung sind, ist mit den richtigen Partnern eine tragende gesellschaftliche Rolle zu entwickeln. Jahrzehntelang waren wir eher gewohnt, mit Sach- und Geldspenden zu operieren.
Ein Sich-aktiv-Einbringen ist in der heutigen Zeit aber viel eher gewünscht, als mäzenatenhaft aufzutreten.

 

Warum mit der von Laer Stiftung?

Wir sind seit 2006 in einem engen und guten Kontakt zur von Laer Stiftung und haben die gesamte Zeit miteinander über strukturelle Rahmenbedingungen und Verbesserungen im Diskurs gestanden. Wilfried Lütkemeier, der Geschäftsführer, ist ein überaus kreativer und umsichtiger Pädagoge. Wir nehmen sehr gern seine beraterischen Fähigkeiten in Anspruch und werden das sicher auch noch zukünftig ausbauen. Dass die von Laer Stiftung ein wirklich sehr reputierter Träger in der westfälischen Jugendhilfe ist, muss ich wohl aus Frankfurt nicht eigens für Bielefeld erklären …

 

Wo und wann wird die bundesweite Ausbildung stattfinden?

Beim Landessportbund Hessen im Frankfurter Stadtwald, unweit der Commerzbank-Arena. Die Abschlussprüfung findet dann bei der DFL im Westend statt.
Wir beginnen am 2. November 2009 und ziehen dann den Lehrgang bis zur Prüfung am Freitagnachmittag durch.

 

Was kostet die Ausbildung und wer zahlt?

Die DFL finanziert den Rahmen, d.h. wir übernehmen die Lehr- und Lernmittel, also die Referenten, die Tagungsstätte und die Verpflegung. Die entsendenden Clubs zahlen die Reise- und Unterbringungskosten der Teilnehmer. Eine hohe 5-stellige Summe, die da insgesamt zusammenkommt.

 

 

 

 

Zuletzt geändert am: 26-01-2010 um 13:41

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von Laer Stiftung


This page was last modified on 16/05/2012 at 11:33.